
6.500 m² Fassadengerüst in Lastklasse 4 an einem Bürogebäude in Troisdorf: RUX Super, Breitenklasse W09, 30er Konsole und GEDA-Bauaufzug. Aufbau von Ende Mai bis Juli 2026.
Fassadengerüst Troisdorf: Ende Mai haben unsere Kolonnen in Troisdorf mit dem Aufbau begonnen, vergangene Woche stand das Gerüst komplett: 6.500 Quadratmeter Fassadengerüst an einem mehrgeschossigen Bürogebäude im Rhein-Sieg-Kreis. Ausgeführt in Lastklasse 4 und Breitenklasse W09, ergänzt um eine 30er Konsole und einen GEDA-Bauaufzug für den Materialtransport.
| Objekt | Bürogebäude (Neubau, Rohbauphase) |
|---|---|
| Ort | Troisdorf, Rhein-Sieg-Kreis |
| Gerüstart | Fassadengerüst |
| Gerüstfläche | 6.500 m² |
| System | RUX Super (Stahlrahmengerüst) |
| Lastklasse | LK 4 – 3,0 kN/m² |
| Breitenklasse | W09 – Belagbreite ab 0,90 m |
| Besonderheiten | 30er Konsole, GEDA 1500 Bauaufzug |
| Aufbauzeitraum | Ende Mai bis Juli 2026 |

Das Gebäude wuchs während unserer Arbeit weiter. Das Gerüst musste also nicht an eine fertige Fassade gestellt werden, sondern geschossweise mit dem Rohbau mitwachsen – abgestimmt mit den Kranbewegungen auf der Baustelle und den nachfolgenden Gewerken. Bei 6.500 Quadratmetern bedeutet das: Jede Verzögerung im Gerüstbau bremst den gesamten Bauablauf.
Dazu kommt die Lage. Das Grundstück grenzt unmittelbar an eine befahrene Straße mit Ampelkreuzung. Anlieferung und Zwischenlagerung des Materials mussten so geplant werden, dass der Verkehr durchgehend läuft.

Die Lastklassen sind in der DIN EN 12811-1 geregelt. Lastklasse 3 erlaubt eine gleichmäßig verteilte Nutzlast von 2,0 kN/m², Lastklasse 4 dagegen 3,0 kN/m². Der Unterschied klingt klein, ist in der Praxis aber entscheidend: Erst ab LK 4 darf auf dem Belag in nennenswertem Umfang Material abgelegt werden.
Für Mauer- und Fassadenarbeiten, bei denen Steine, Mörtel oder Dämmmaterial direkt auf dem Gerüst bereitstehen, ist die Lastklasse 4 deshalb die übliche Wahl. Wer hier zu knapp plant, zwingt die Handwerker später zu ständigem Nachführen von Material – oder riskiert eine Überlastung des Gerüsts.
Die Breitenklasse W09 bedeutet eine Belagbreite von mindestens 0,90 Metern. Durch die zusätzlich angebrachte 30er Konsole verbreitert sich die nutzbare Arbeitsfläche auf rund 1,20 Meter.
Der Gewinn liegt nicht nur im Platz. Eine Konsole schafft Abstand zur Fassade oder – je nach Anordnung – zusätzliche Ablagefläche nach außen, ohne dass der komplette Gerüstbelag verbreitert werden muss. Das spart Material, Gewicht und Aufbauzeit gegenüber einer durchgehend breiteren Ausführung.

Bei einer weitgehend regelmäßigen Fassade in dieser Größenordnung spielt ein Stahlrahmengerüst seine Stärke aus: wenige Bauteile pro Feld, hohe Aufbaugeschwindigkeit, verlässliche Wiederholung. Ein Modulgerüst wie Layher Allround wäre hier überdimensioniert – es lohnt sich dort, wo Geometrien unregelmäßig werden, Rücksprünge auftreten oder Sonderkonstruktionen nötig sind.
Welches System wofür taugt, haben wir ausführlich in unserem Überblick zu den verschiedenen Gerüstarten beschrieben.

Auf einer Baustelle dieser Größe ist der Turmdrehkran das Nadelöhr. Jede Fahrt, die er für Gerüst- oder Baumaterial machen muss, fehlt dem Rohbau. Der eingesetzte GEDA 1500 Bauaufzug nimmt genau diese Last ab: Material geht geschossweise direkt am Gerüst nach oben, unabhängig vom Kranbetrieb.
Ein Bauaufzug rechnet sich bei langen Standzeiten und hohem Materialdurchsatz meist schon nach wenigen Wochen – nicht über die Mietkosten, sondern über die eingesparte Kranzeit.

Troisdorf liegt rund zehn Kilometer von unserem Lager in Niederkassel entfernt. Kurze Wege bedeuten kurze Reaktionszeiten: Wenn auf der Baustelle eine Umsetzung, eine Erweiterung oder eine kurzfristige Freigabe ansteht, sind unsere Kolonnen am selben Tag vor Ort.
Wir arbeiten im gesamten Rhein-Sieg-Kreis – unter anderem in Troisdorf, Siegburg, Sankt Augustin, Hennef, Bornheim, Königswinter und natürlich Niederkassel – sowie in Köln und Bonn. Mehr zu unserem Leistungsspektrum finden Sie auf der Seite Fassadengerüst.

In diesem Projekt lagen zwischen Aufbaubeginn Ende Mai und der Fertigstellung rund acht Wochen. Die Dauer hängt stark davon ab, ob parallel zum Rohbau gearbeitet wird: Ein Gerüst, das mit dem Gebäude mitwachsen muss, lässt sich nicht in einem Zug hochziehen.
Lastklasse 4 nach DIN EN 12811-1 erlaubt eine gleichmäßig verteilte Nutzlast von 3,0 kN/m² auf dem Gerüstbelag. Das entspricht rund 300 Kilogramm pro Quadratmeter und ist die typische Klasse für Mauerarbeiten mit Materiallagerung auf dem Gerüst.
W09 steht für eine Belagbreite von mindestens 0,90 Metern. Zum Vergleich: W06 liegt bei mindestens 0,60 Metern und reicht für reine Fassadenarbeiten ohne größere Materialablage.
Eine Konsole verbreitert den Gerüstbelag punktuell, ohne dass das gesamte Gerüst breiter ausgeführt werden muss. Eine 30er Konsole ergänzt 30 Zentimeter – entweder nach innen zum Ausgleich des Wandabstands oder nach außen als zusätzliche Arbeitsfläche.
Der Quadratmeterpreis hängt von Standzeit, Lastklasse, Höhe, Zugänglichkeit und Sonderbauteilen ab – eine seriöse Zahl lässt sich nur am konkreten Objekt nennen. Gern erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot.
Ob Neubau, Sanierung oder Sonderkonstruktion: Sprechen Sie uns an. Wir sind seit 1934 Gerüstbauer im Rheinland und beraten Sie zu Lastklasse, Systemwahl und Bauablauf, bevor das erste Feld steht.
Familienbetrieb in dritter Generation seit 1934, mit Betriebshof in Niederkassel zwischen Köln und Bonn. Über 90 Jahre Erfahrung, rund 2.000 Projekte im Jahr und 250.000 m² eigenes Gerüstmaterial – von der Planung über die Montage bis zum Prüfprotokoll.

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